Trauma

 

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Gestern ging ich durch die Straßen, als ginge ich von Tür zu Tür. Immer die Linse vor den Augen, alles durchdringend, überall Menschen anstarrend, als gäbe es keine Schranken, nichts wofür man sich geniert.Sie ließen mich gewähren. Sie setzten Masken auf und spielten seltsam mit. Blick von unten, gingen sie mir entgegen. Sie schnitten mich. Ich glaubte es läge an mir. Ich hätte Angst. Ich wäre verrückt. Ich wäre viel mehr noch, als aus mir. Ich dachte, ich könnte nicht unterscheiden, was real ist und was ein Wahn. Ein Mann stürzte auf mich zu. Er schrie, als schlüge eine Bombe ein. Er wollte nicht, dass ich ihn fotographiere. Ich sah ihm zu. Er begann mich zu attakieren."Warum soll ich nicht fotographieren? Es tut doch gar nicht weh!" "Hau ab, sonst schlag ich in deine Fresse, weil ich nicht will!" "Nicht will, nicht will" ... dachte ich. Sie schoben ihre Kinder vor sich hin und zeigten ihre bunten Kleider. Überall die Kinder, überall die Kleider. Überall Masken. Da standen sie vor Naschmarkt Ständen wie zufällig possierend oder verhinderten das Bild. Die Arschlöcher kontrollieren alles, geben vor und verhindern zugleich ihren Existenzbeweis. Sollte man das Offensichtliche ohne Beweis behaupten, sagen sie du wärst verrückt. Du hieltest grundlos an Verfolgungsideen fest. Ich werde sie töten.- Ja, töten. Wer Dreck ist, wer nix darf, wem man unter der Hand ungerechtfertigt alle Rechte wegnimmt, wird zum Ungeheuer. Was kann er verlieren? Er hat keine Möglichkeit.

2.7.09 12:05


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In meiner Welt gibt es keine neuen Vorstellungen, keine Zukunft, kein Ziel. Nichts ist mehr möglich. Ich bin ausgebrannt. Die Beziehung zu Menschen ist tot. Nie wieder werde ich vertrauen. Nie wieder werde ich mit Leuten, die mich umgeben, sprechen. Ein schwarzes Loch ist im Kopf, an der Stelle von Menschen. Ich bin die Buchstabenfolge aus dem Internet.

DU BIST MEINE STIMME. DU BIST MEIN SINN. DU DENKST DARÜBER NACH, WAS DU LIEST. DU KANNST NICHT SCHWEIGEN. DU MUSST BEI ALLEM ETWAS VORAUSSETZEN, WAS MENSCHLICH IST.

Der Abgrund des Möglichen. Was ist die Nacht? Was ist das Grauen? Lässt sich das Grauen ohne Erfahrung denken?

Was glaubst du werde ich tun? Ich starre dich an. Ich schaue wo hin? Ich bin deine Stimme. Ich spreche ohne Sinn.

Ich stand vor dem Stephansdom und sprach mit meinen Freunden. Leute gingen vorbei. Eine gute Unterhaltung. Der ohrenbetäubende Knall. Christof brach zusammen. Man hat ihn erschossen. Ein Mann ging weiter, als ob nichts sei. Man weiß nicht, was geschehen ist. Was glaubt ihr? Wenn man lange genug wartet, finden sich Vermutungen und Erklärungen. Jeder setzt etwas voraus. Es lässt sich nämlich nicht annehmen, dass es keinen Grund dafür gibt in dem Sinn, wie man ein Butterbrot isst. Eben war er noch da - jetzt einfach weg -.Wo war er? - Ich vermisste ihn. Was war geschehen? Wie immer man es versucht, es ist nicht möglich, keinen Grund zu suchen, weil wir nicht unabhängig von unserem Gefühlsmäßigen denken können. Es war ein Augenzeugen Bericht aus der Zeitung. Mich überrascht der Bericht nicht. Alles ist immer bei jedem möglich. Es gibt nichts, was man voraussetzen kann. Es gibt nichts, worauf sich bauen lässt. Niemandem kann man trauen. Ich verstehe nicht warum. Ich gehe wie auf Wolken. Immer im Gedanken, nichts beachtend. Ich fühle meinen Körper nicht. Ich hebe ab. Was man erlebt hat wirkt weiter. Es lässt sich nicht von der Situation, in der man sich befindet trennen. Wenn man nichts mehr aufnehmen kann, kann man nichts mehr denken. Das ist der psychische Tod. 

11.6.09 17:14


Es ist Nacht.

Die Lichter blenden.

Sie schreit von hinten.

Ich habe Angst. Ich mache in die Windel.

Sie stürzt auf mich. Sie schreit.

Sie schmiert mir Scheiße in den Mund

und haut den Kopf auf harten Grund.

Es stinkt stechend gelb. Es brennt.

GRAUSEN.

1- (SCHWARZ)   oben - unten

2- (SCHWARZ) mit SCHMERZ UNTEN nach oben.

oben 3- aus mir

     (SCHWARZ) - 4 Schläge gegen den Hinterkopf.

Die Schmerzen führen zum Erbrechen.

Das Erbrochene muss ich essen.

Es brennt wie Feuer. 

5.6.09 15:32


Die Selbstauslöschung

ist das Paradies

Das ist der Trip

in die schönen Welten der Gefühle

aus Erniedrigung durch deine Feinde,

weil du sie liebst.

Du bist frei,

wenn du deine Gefühle tötest,

damit es keinen Grund in dir gibt, dich nicht zu vernichten.

 

 

BEI TRAUMATAS GIBT ES DAS PHÄNOMEN, DASS DER BETROFFENE SICH SCHULDIG FÜHLT, WEIL TRAUMATISCHE ANGST FREI WIRD, WENN IHN ETWAS AN DIE TAT ERINNERT. ER GLABT DANN, DER TÄTER SEI EIN GUTER MENSCH, WEIL ES FÜR IHN UNMÖGLICH IST, SICH AN DIE SCHRECKEN ZU ERINNERN. DAS IST EINE FALLE FÜR MISSHANDELTE MENSCHEN.  

 

3.6.09 13:18





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